Absturz des amerikanischen Thunderbolt-Piloten Frank J. Lutomski

21. Dezember 1944 Schmelz

 Artikel von Cornelia Hoffmann
Das Kriegsende in Schmelz in: Schmelzer Heimathefte, Nr. 7/1995, S. 76/77 u. S. 93

Zur Abwehr solcher Angriffe und wahrscheinlich auch zur besonderen Sicherung der V-2-Transporte hatte von Dezember 44 bis Silvester rechts des Weges von Limbach nach Auschet eine größere Flakabteilung (3. Batterie der leichten Flak, Ersatz-Abt. 99) Stellung bezogen, die unter dem Kommando des Batteriechefs Oberleutnant Dumberger stand. Sie umfaßte drei Vierlingsgeschütze und neun Solowaffen, also insgesamt 21 Rohre. Diese Flakstellung sowie der Bahnhof wurden am 21.12.44 von drei oder vier Jagdbombern der Amerikaner, die aus Richtung Gresaubach anflogen, angegriffen. Wie der Flaksoldat Ober­gefreiter Karl Ochot berichtete, hätten die Jagdbomber mit ihren Bordwaffen auf die Flak­stellung geschossen und zwei Benzintanks abgeworfen. Einer der Tanks habe ein Zelt getrof­fen, welches daraufhin abgebrannt sei. Bei diesem Angriff wurde der Flaksoldat Arno Munkelt tödlich getroffen und einen Tag später auf dem Limbacher Friedhof beerdigt. Auch zwei russische Gefangene verloren bei diesem Angriff ihr Leben und wurden auf dem alten Limba­cher Friedhof beigesetzt"
Im Herbst 1944, als eine Staffel von mehreren amerikanischen Jabos einen Munitionszug auf der Strecke von Michelbach nach Limbach angriff, wurden sie von der Vierlingsflakstellung bei der Schattener Mühle beschossen. Einer der Jagdbomber soll dabei mehrere Treffer erhalten haben und in Brand geraten sein. Eine dicke Rauchfahne hinter sich herziehend, stürzte er hinter dem Außener Friedhof ab. Der Pilot war tot, ebenso ein kleiner Foxterrier, der sich nach Zeitzeugenaussagen bei ihm in der Maschine befunden haben soll. Beide wurden zusammen zunächst auf dem Außener Friedhof beerdigt, später dann allerdings umgebettet.

 

   

Crash of American Thunderbolt pilot Frank J. Lutomski
21st December 1944, Schmelz

by Captain Francis P. McIntire (1944)
“Lutomski was flying Red No 2 on an armed reconnaissance in the Merzig area. In this area there was a 10/10 overcast form 2,000’ to 5,000’. Red Flight dived through the overcast at 300mph and [... illegible] just below the overcast [... illegible] for about two minutes [... illegible] spotted the marshalling yard. We released our bombs, two 300-lbs GP and one 200-lbs frag each, at the trains in the yard. Observing no flak, we did a 300 degree turn and strafed the area. On pulling up from his strafing run Lt Lutomski received a direct hit by 20 mm flak. He called and said that he was on fire. The aircraft was burning badly. He was [... illegible] instructed to bail out but no chute was observed. The aircraft continued in a diving turn to the right and hit the ground and exploded.”

Frank J. Lutomski
Second Lieutenant
Service # O-825470
356th Fighter Squadron, 354th Fighter Group
Entered the Service from: Michigan
Crashed/died: 21-Dec-1944
Crash site: Schmelz
Awards: Purple Heart
Buried at: Plot E Row 12 Grave 31
Lorraine American Cemetery, St. Avold, France

Absturz des Amerikanischen Thunderbolt Piloten Frank J. Lutomski

21. Dezember 1944, Schmelz

von Captain Fracis P. McIntire (1944)

"Lutomski flog die "Red Nr.2" Maschine während eines bewaffneten Aufklärungsfluges in der Gegend von Merzig. In dieser Gegend gab es dichte Bewölkung zwischen 650 und 1650m Höhe. Die "Red" Maschine tauchte mit fast 500kmh durch die Wolkendecke und (...nicht verständlich) gleich unterhalb der Wolkendecke (...nicht verständlich) für etwa zwei Minuten (...nicht verständlich) sah den Verschiebebahnhof. Wir warfen unsere Bomben, zwei 136kg Bunkerbomben und eine 90kg Splitterbomben auf die Züge im Bahnhof ab. Da wir keine Flak beobachteten, unternahmen wir eine 300° Drehung und beschossen die Gegend. Beim hochziehen von seiner Beschussaktion erhielt Leutnant Lutomski einen direkten Treffer durch 20mm Flak. Er funkte und sagte, dass seine Maschine brenne. Die Maschine brannte schlimm. Er wurde (...nicht verständlich) angewiesen per Fallschirm abzuspringen, ein Fallschirm wurde aber nicht gesehen. Die Maschine behielt die Drehung Richtung unten - rechts bei, schlug auf der Erde auf und explodierte."